Einblick ins Festivalprogramm 2019

10.09.2019 

Im Festivalprogramm erwartet euch ein breites Spektrum an Veranstaltungen, von einem Tanzworkshop über einen Workshop zum Thema Lobbying für aktive Bürger*innen bis hin zu einer Diskussion über die Commons. Hier ein kleiner Einblick, auf was ihr euch freuen könnt!

Sozial Engagierte Kunst: Borderline Offensive – der Angst ins Gesicht lachen

Wir laden euch ein zu einer kreativen Diskussion über originelle Kunstprojekte der transnationalen Plattform Borderline Offensive (ein Projekt von Tandem-Shaml Alumni); darüber, wie Kunst, Humor und kreative Grenzüberschreitungen Gemeinschaften helfen, mit kulturellen Konflikten, wie zum Beispiel Fremdenfeindlichkeit, politische Polarisierung und Extremismus umzugehen. Es wird viel Raum geben, in dem ihr eure Perspektiven auf die Rolle von Humor für offene und friedliche Gesellschaften teilen könnt. Außerdem wollen wir uns über Möglichkeiten austauschen, wie wir die Plattform weiteren Menschen zugänglich machen können.
(Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.)

Puzzleteile Europas: NNI Dialog – transformativer Dialog für proaktive Bürgerschaft

Bringt eure Hoffnungen, Träume und Ängste mit. Alles ist willkommen!
Die NNI-Methode ermöglicht es anonymen Stimmen des Systems, hörbar zu werden. Ein NNI-Dialog bringt Freiheit, Sicherheit sowie Mut hervor und ermöglicht es jeder Stimme (auch den tabuisierten Stimmen), sich Gehör zu verschaffen. Bei der Erforschung von Dynamiken, die unter der Oberfläche liegen, treten sowohl auf systemischer wie auch auf individueller Ebene Bewusstseinsverschiebungen auf. Wir werden klarer erkennen, was die Puzzleteile Europas wirklich sind und was notwendig ist, um ein Europa mitzugestalten, das für alle funktioniert.
(Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.)  

Öffentliche Räume: Demokratische Spielentwicklung

Spiele verwandeln öffentliche Räume in Spielplätze und ermöglichen Bürger*innen, auf kreative und spielerische Weise über soziale Themen nachzudenken. In diesem Workshop teilen und reflektieren drei CitizensLab-Mitglieder ihre Erfahrung mit der Entwicklung eines Spiels auf der Insel Heybeli (Khalki) und in Istanbul (Türkei): Sie stellen den Designprozess des Spiels vor, der von einer Gruppe junger türkischer Mädchen entwickelt wurde. Ihr seid eingeladen, eure eigenen Versionen dieses Spiels zu erstellen und zu spielen. Dabei stehen euch Elemente des ursprünglichen Spiels, wie zum Beispiel Würfel, Karten und Figuren zur Verfügung. Grundlagen sind demokratische Werte und Prinzipien wie Gewinnen vs. Verlieren oder Zusammenarbeit vs. Wettbewerb. Im Anschluss diskutieren wir, wie Spielentwicklungsprozesse zur Reflexion über Herausforderungen der Demokratie auf lokaler Ebene beitragen können.

(Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.)

Anderes: Erfolgreich am Markt der Weltverbesserung

Wir lieben, was wir tun! Vermarkten wir unsere Vision und unsere Leistungen aber auch leidenschaftlich? Ob als Freelancer oder Mitarbeiter*innen in Projektteams – unsere Arbeit hängt (fast immer) am Budget. Sabrina und Norman, die Workshopleitenden, sind erfahren im Projekt-Fundraising und in der Unternehmensberatung für Kreativschaffende. Wir laden euch ein, eure Profession mit Spaß am Unternehmertum zu verbinden und zusammen selbstbewusste Verhandlungsstrategien und kreative Finanzierungswege zu entwickeln.

Kulturprogramm: Der Weg der Wünsche

Akos Domas Roman "Der Weg der Wünsche" schildert die Flucht einer Familie aus dem kommunistischen Ungarn über Jugoslawien in den Westen 1972. Domas literarische Bearbeitung des Themas Flucht und Vertreibung ermöglicht uns eine subjektive Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Verlusts von Heimat auf das Individuum, sein In-der-Welt-sein und seine Beziehungen. Die Geschichte einer Familie steht stellvertretend für das Schicksal zahlloser Mittel- und Osteuropäer*innen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund der aktuellen, oftmals stimmungsgeleiteten Debatten um Migration und Flucht behandelt der Roman außerdem ein Thema von aktueller gesamteuropäischer Relevanz und stellt dabei den Menschen als Individuum und Subjekt in den Fokus.


Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt. Grenzgänger ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin e.V. durchgeführt wird.